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Einrichtung & Technik

GSM-Codes für die Rufumleitung: die vollständige Übersicht

GSM-Codes sind Tastenfolgen, die Sie am Handy wie eine Rufnummer wählen, um Rufumleitungen zu schalten — anbieterübergreifend, ohne App und ohne Portal. Die wichtigsten: **21*<Zielnummer># leitet alle Anrufe um, **61*<Zielnummer>**25# nur unbeantwortete nach 25 Sekunden, ##002# löscht alles. Hier die vollständige Referenz.

GSM-Codes: Rufumleitung per TastenfeldAlle Anrufe**21*Nr#Bei besetzt**67*Nr#Nichtannahme**61*Nr**25#Nicht erreichbar**62*Nr#Alles löschen##002#Status*#21#
Die komplette Code-Referenz — funktioniert auf jedem Handy, unabhängig vom Anbieter.

Wie die Codes funktionieren

Die Codes sind Teil des GSM-Netzstandards (fachlich: MMI-Codes) und werden vom Mobilfunknetz ausgeführt, nicht vom Handy. Deshalb funktionieren sie auf jedem Gerät und bei jedem deutschen Netzbetreiber gleich: Code in der Telefon-App eintippen, <Zielnummer> durch die Nummer ersetzen, zu der umgeleitet werden soll, Anruftaste drücken. Das Netz antwortet mit einer Bestätigungsmeldung auf dem Display. Was eine Rufumleitung grundsätzlich ist und welche Alternativen es gibt, erklärt „Rufumleitung einrichten: die vier Wege und ihre Fallstricke".

Die Referenztabelle

UmleitungsartAktivierenAusschaltenStatus abfragen
Alle Anrufe (sofort)**21*<Zielnummer>###21#*#21#
Bei besetzt**67*<Zielnummer>###67#*#67#
Bei Nichtannahme (verzögert)**61*<Zielnummer>**<Sekunden>###61#*#61#
Bei nicht erreichbar (Handy aus, Funkloch)**62*<Zielnummer>###62#*#62#
Alle Umleitungen löschen—##002#—

Die Statusabfrage (*#, Code, #) ist im selben Standard festgelegt wie Aktivieren und Ausschalten (3GPP TS 22.030), und die Telekom führt sie in ihrer Hilfe auf (Beispiel *#67#). Nicht jeder Anbieter dokumentiert sie: Das 1&1-Hilfe-Center nennt nur Aktivieren und Deaktivieren (Stand 02.11.2026). Kommt keine oder eine unplausible Antwort, klärt ein Testanruf vom zweiten Telefon, wo der Anruf landet.

Zur Wartezeit bei Nichtannahme: <Sekunden> akzeptiert Werte von 5 bis 30 in 5er-Schritten. **61*<Zielnummer>**25# bedeutet also: Nach 25 Sekunden Klingeln wird umgeleitet. Ohne Angabe setzt das Netz einen Standardwert. Praxiswert für Betriebe: 20–25 Sekunden — genug Zeit, selbst ranzugehen, kurz genug, dass Anrufer nicht auflegen.

Aktivieren, deaktivieren, löschen — der Unterschied

Drei Präfixe steuern, was passiert:

  1. ** richtet ein und aktiviert — die Zielnummer wird gespeichert.
  2. ## deaktiviert und löscht die jeweilige Umleitung.
  3. *# fragt nur den Status ab, ohne etwas zu ändern.

Wer den Überblick verloren hat, wählt ##002# — der Rundumschlag löscht alle Umleitungen, danach lässt sich sauber neu aufsetzen. Achtung: Am Handy ist die Mailbox selbst eine Umleitung bei Nichtannahme. Die neue Umleitung ersetzt sie, und ##002# löscht auch sie — wer zurück zur Mailbox will, richtet deren Umleitung neu ein.

Codes oder Kundenportal — wann was?

SituationEmpfehlung
Schnell schalten, Handy in der HandCode — in 20 Sekunden erledigt
Handy aus oder im FunklochCode vorab — **62*<Zielnummer># leitet um, wenn das Handy nicht erreichbar ist. Einen App-Weg für den Mobilfunk beschreibt nur o2 (Mein-o2-App); Telekom, Vodafone und 1&1 nennen dafür nur Codes und Geräteeinstellungen
Festnetznummer umleitenAnbieter, Festnetz-Code oder Router — Telekom: Telefoniecenter, 1&1: Control-Center; Telekom und Vodafone nennen eigene Festnetz-Codes mit einem Stern. Die Zwei-Stern-Codes oben gelten nur im Mobilfunk
Rufnummernanzeige wichtigNetzseitig umleiten — per Code oder beim Anbieter; das Netz reicht die Anrufernummer in der Regel durch. Leiten Fritzbox oder Telefonanlage selbst um, kommt oft Ihre eigene an (CLIP-Problem)
Regeln je Rufnummer, ZeitprofileTelefonanlage/Fritzbox oder der Weg des Anbieters

Die Anleitungen je Anbieter stehen in eigenen Artikeln: „Rufumleitung bei der Telekom einrichten", „Rufumleitung bei Vodafone einrichten", „Rufumleitung bei o2 einrichten", „Rufumleitung bei 1&1 einrichten" und „Rufumleitung in der Fritzbox einrichten".

Fallstricke: was die Codes nicht können

Festnetz: Die Codes mit zwei Sternen aus der Tabelle sind Mobilfunk-Codes und gelten am Festnetzanschluss nicht. Telekom und Vodafone dokumentieren aber eigene Festnetz-Codes mit einem Stern: *21*<Zielnummer># schaltet die Umleitung aller Anrufe ein, #21# wieder aus; Vodafone nennt zusätzlich *61* (Nichtannahme), *67* (besetzt) und für Kabel-Anschlüsse *62*. Die Details stehen in den Anleitungen zur Rufumleitung bei der Telekom und zur Rufumleitung bei Vodafone. Daneben bleiben das Telefoniecenter der Telekom, das 1&1 Control-Center oder der Router.

Rufnummernanzeige (CLIP): Weil das Mobilfunknetz die Umleitung ausführt, erhält das Umleitungsziel nach dem Standard die Nummer des ursprünglichen Anrufers, sofern dieser sie nicht unterdrückt (3GPP TS 22.081). Dass dort Ihre eigene Nummer ankommt, das CLIP-Problem, entsteht typischerweise, wenn eine Fritzbox oder Telefonanlage selbst umleitet. Ein Testanruf vom zweiten Telefon zeigt, was ankommt. Details im Artikel „Warum die KI manchmal die falsche Nummer sieht (das CLIP-Problem)".

Kosten: Das umgeleitete Gesprächsbein zahlt der Anschlussinhaber. Bei der Telekom kostet die Umleitung im Mobilfunk so viel wie ein normaler Anruf im Tarif. Bei o2 kostet die Umleitung in andere deutsche Mobilfunknetze und ins Festnetz auch in Tarifen wie O2 Free Unlimited 0,29 € pro Minute (Preisliste, Stand 08.07.2026) — dort deckt die Flatrate sie also nicht automatisch ab. 1&1 schreibt, dass zusätzliche Verbindungskosten anfallen können. Prüfen Sie Tarif und Preisliste, bevor Sie dauerhaft umleiten.

Abweichler: Manche Tarife schränken Umleitungen ein. Bei o2 Prepaid ist eine Rufumleitung nur zur Mailbox möglich (Preisliste, Stand Juli 2026); 1&1 erlaubt im Mobilfunk keine Umleitung auf ausländische Rufnummern. Im Zweifel gilt die Hilfeseite des eigenen Anbieters.

Wozu das alles: der häufigste Anwendungsfall

Der klassische Grund für diese Codes ist heute der Mailbox-Ersatz: verzögerte Umleitung auf einen KI-Telefonassistenten, der rangeht, wenn Sie es nicht können. Bei scoco.ai ist genau das der Standardweg — Sie behalten Ihre Nummer, ein Code je Umleitungsart genügt (der Planer im Dashboard setzt Ihre scoco-Nummer und die Klingeldauer schon ein), die Grundeinrichtung dauert etwa 10 Minuten. Wird eine Anrufernummer übermittelt, bietet der Assistent an, sie als Rückrufnummer zu verwenden — nimmt der Anrufer an, wird sie ohne Rücklesen übernommen; bei einem CLIP-Problem ist das Ihre eigene. Eine diktierte Nummer liest er Ziffer für Ziffer zurück. Deshalb der Testanruf vom zweiten Telefon.

Häufige Fragen

Funktionieren die GSM-Codes bei jedem Anbieter?

Bei den deutschen Netzbetreibern grundsätzlich ja — sie sind Netzstandard, kein Anbieter-Feature. Einzelne Tarife können Umleitungen einschränken; im Zweifel die Hilfeseite des Anbieters prüfen.

Wie sehe ich, ob gerade eine Umleitung aktiv ist?

Per Statusabfrage, z. B. *#61# für die verzögerte Umleitung (3GPP-Standard; nicht jeder Anbieter dokumentiert sie) — oder pragmatisch: von einem zweiten Telefon anrufen und schauen, wo der Anruf landet.

Was ist der Unterschied zwischen ##61# und ##002#?

##61# löscht nur die Umleitung bei Nichtannahme, ##002# löscht alle Umleitungsarten auf einmal.

Kann ich die Codes auch am Festnetztelefon wählen?

Die Codes mit zwei Sternen nicht — sie gelten im Mobilfunk. Telekom und Vodafone dokumentieren aber eigene Festnetz-Codes mit einem Stern, etwa *21*<Zielnummer># zum Einschalten und #21# zum Ausschalten. Alternativ richten Sie die Festnetz-Umleitung beim Anbieter ein (Telekom: Telefoniecenter, 1&1: Control-Center) oder im Router.

Stand & Quellen

Stand: 02.11.2026.

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