Rufumleitung bei der Telekom einrichten (Mobilfunk und Festnetz)
Eine Rufumleitung richten Sie bei der Telekom im Mobilfunk am schnellsten per Tastencode ein — zum Beispiel **61*<Zielnummer>**25# für die Umleitung nach 25 Sekunden Klingeln. Im Festnetz führt der Weg über das Telefoniecenter. Diese Anleitung zeigt beide Wege Schritt für Schritt, erklärt die drei Umleitungsarten und den Stolperstein mit der Rufnummernanzeige.
Vorab: sofort, bei besetzt oder verzögert?
Bevor Sie einen Code eintippen, entscheiden Sie, wann umgeleitet werden soll:
| Art | Wirkung | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Sofort (alle Anrufe) | Ihr Telefon klingelt gar nicht mehr | Urlaub, Feierabend |
| Bei besetzt | Der zweite Anrufer landet nicht im Besetztzeichen | Stoßzeiten, Einzelkämpfer |
| Bei Nichtannahme (verzögert) | Sie können zuerst rangehen, erst dann wird umgeleitet | der Standardfall — ersetzt die Mailbox |
Die meisten Betriebe kombinieren verzögert + bei besetzt + bei nicht erreichbar: Alles bleibt wie bisher, nur statt der Mailbox übernimmt das Umleitungsziel — etwa ein KI-Telefonassistent. Einen Überblick über alle Anbindungswege gibt der Grundlagenartikel „Rufumleitung einrichten: die vier Wege und ihre Fallstricke".
Mobilfunk: Umleitung per Tastencode in drei Schritten
Die Codes funktionieren auf jedem Handy — sie sind kein Telekom-Spezifikum, sondern Netzstandard (GSM):
- Zielnummer bereithalten. Das ist die Nummer, zu der umgeleitet wird — zum Beispiel die Ihres Assistenten.
- Code in der Telefon-App eintippen, wie eine normale Rufnummer. Für die verzögerte Umleitung nach 25 Sekunden:
**61*<Zielnummer>**25#. Die Wartezeit lässt sich zwischen 5 und 30 Sekunden in 5er-Schritten wählen. - Anruftaste drücken. Das Netz bestätigt die Umleitung mit einer Meldung auf dem Display — fertig.
Die wichtigsten Codes im Überblick:
| Zweck | Aktivieren | Ausschalten |
|---|---|---|
| Alle Anrufe | **21*<Zielnummer># | ##21# |
| Bei besetzt | **67*<Zielnummer># | ##67# |
| Bei Nichtannahme (z. B. 25 s) | **61*<Zielnummer>**25# | ##61# |
| Bei nicht erreichbar (Handy aus, Funkloch) | **62*<Zielnummer># | ##62# |
| Alle Umleitungen löschen | — | ##002# |
Alternativ finden Sie die Umleitung in den Einstellungen von iPhone und Android, je nach Hersteller unter „Rufweiterleitung" oder „Rufumleitung" — dahinter stecken dieselben Netzfunktionen. Einen Weg über das Kundencenter beschreibt die Telekom-Hilfe für den Mobilfunk nicht; sie nennt nur Steuercode und Geräteeinstellungen (Stand 02.11.2026).
Festnetz: Umleitung im Telefoniecenter einrichten
Für Telekom-Festnetzanschlüsse (MagentaZuhause und Glasfaser) richten Sie die Umleitung netzseitig im Telefoniecenter ein, der Web-Anwendung für Ihre Telefonie-Einstellungen. Laut Telekom-Hilfe geht das so:
- Telefoniecenter öffnen und mit dem Telekom Login anmelden.
- Die Rufnummer auswählen und mit „Weiter" bestätigen.
- Im Bereich „Erreichbarkeit" auf „Anrufweiterleitung" klicken, dann auf „Weiterleitung hinzufügen".
- „nach 25 Sekunden", „bei besetzt" oder „sofort" aktivieren, die Zielrufnummer in das freie Feld eintragen und mit „Speichern" bestätigen.
Die Einstellung gilt je Rufnummer; für weitere Nummern desselben Anschlusses wiederholen Sie die Schritte. Am Festnetztelefon selbst gehen auch Steuercodes — mit einem Stern weniger als im Mobilfunk, etwa *21*Zielrufnummer# für die sofortige Umleitung und #21# zum Ausschalten.
Zwei Hinweise dazu:
- Netzseitig ist robuster als im Router. Eine im Telefoniecenter hinterlegte sofortige Umleitung greift auch dann, wenn Router oder Telefonanlage ausgeschaltet oder gestört sind.
- Wer die Umleitung lieber im Router einrichtet (etwa in einer Fritzbox), kann das ebenfalls tun — dann gilt sie aber nur, solange das Gerät läuft.
Fallstricke: Rufnummernanzeige, Kosten, Wartezeit
Die Rufnummernanzeige (CLIP): Leitet das Netz Ihres Anbieters um (Tastencode, App, Kundenportal), kommt beim Ziel nach dem Standard die Nummer des Anrufers an. Ihre eigene Nummer kommt typischerweise nur an, wenn eine Fritzbox oder Telefonanlage selbst umleitet — dann kann ein Assistent die Anrufernummer nicht automatisch erfassen. Prüfen Sie es nach dem Einrichten mit einem Anruf von einem zweiten Telefon. Ausführlich erklärt das der Artikel „Warum die KI manchmal die falsche Nummer sieht (das CLIP-Problem)".
Die Kosten: Das umgeleitete Gesprächsbein zahlt der Anschlussinhaber. Im Mobilfunk kostet die Weiterleitung auf eine andere Rufnummer laut Telekom so viel wie ein normaler Anruf in Ihrem Tarif; die Weiterleitung auf die Mobilbox ist kostenlos. Ob Anrufe zum Umleitungsziel in Ihrer Flatrate enthalten sind, prüfen Sie einmal in Ihren Tarifunterlagen, bevor Sie dauerhaft umleiten.
Die Wartezeit: 5 Sekunden sind zu kurz, um selbst ranzugehen; 30 Sekunden sind vielen Anrufern zu lang. 20–25 Sekunden haben sich als Mittelweg bewährt.
Was das für Ihren KI-Assistenten bedeutet
Mehr als die Umleitung braucht es nicht: Bei scoco.ai behalten Sie Ihre Telekom-Nummer, an Anschluss und Telefonanlage ändert sich nichts, die Grundeinrichtung dauert etwa 10 Minuten. Wird eine Anrufernummer übermittelt, bietet der Assistent an, sie als Rückrufnummer zu verwenden — nimmt der Anrufer an, wird sie ohne Rücklesen übernommen; bei einem CLIP-Problem ist das Ihre eigene. Eine diktierte Nummer liest er Ziffer für Ziffer zurück. Deshalb der Testanruf vom zweiten Telefon. Die passenden Codes zeigt ein Planer im Dashboard, mit Ihrer scoco-Nummer schon eingesetzt. Gespräche werden nicht aufgezeichnet; es entstehen Transkripte und Zusammenfassungen.
Häufige Fragen
Kostet die Rufumleitung bei der Telekom extra?
Das ist tarifabhängig. Im Mobilfunk kostet die Weiterleitung auf eine andere Rufnummer laut Telekom so viel wie ein normaler Anruf in Ihrem Tarif; die Weiterleitung auf die Mobilbox ist kostenlos. Ob Anrufe zum Umleitungsziel in Ihrer Flatrate enthalten sind, steht in Ihren Tarifunterlagen.
Wie schalte ich die Umleitung wieder aus?
Im Mobilfunk per Code: ##61# für die verzögerte Umleitung, ##002# löscht alle Umleitungen auf einmal. Im Festnetz deaktivieren Sie die Regel im Telefoniecenter über „Weiterleitung deaktivieren".
Funktionieren die Tastencodes auch am Festnetzanschluss?
Die Handy-Codes mit zwei Sternen nicht. Für den Festnetzanschluss nennt die Telekom eigene Steuercodes mit einem Stern, etwa *21*Zielrufnummer# für die sofortige Umleitung und #21# zum Ausschalten. Bequemer ist meist das Telefoniecenter.
Kann ich meine Festnetznummer aufs Handy umleiten?
Ja — als Umleitungsziel taugt jede erreichbare Rufnummer: Ihr Handy, eine Kollegin oder ein KI-Telefonassistent.
Stand & Quellen
Stand: 02.11.2026.
- Telekom Hilfe: Mobilfunk-Steuercodes (Rufumleitung setzen und löschen, Wartezeit 5–30 Sekunden in 5er-Schritten)
- Telekom Hilfe: Anrufweiterleitung Mobilfunk einrichten (Steuercode oder Geräteeinstellungen; kein Kundencenter-Weg beschrieben)
- Telekom Hilfe: Anrufweiterleitung Festnetz einrichten (Telefoniecenter-Klickpfad und Festnetz-Steuercodes, aktualisiert 13.02.2026)
- Telekom Hilfe: Was kostet eine Anrufweiterleitung? (Mobilbox kostenlos, andere Rufnummer wie ein normaler Anruf je nach Tarif)
- Anbieter-Menüs ändern sich — im Zweifel Hilfeseite des Anbieters prüfen
- 3GPP TS 22.081 (ETSI TS 122 081 V3.1.0), Abschnitte 1.6.82.1–1.6.82.4: Bei netzseitiger Umleitung erhält das Ziel die Nummer des ursprünglichen Anrufers, sofern dieser sie nicht unterdrückt
- Produktangaben zu scoco.ai: Stand 02.11.2026